Lucky Tuesday gibt es seit gut einem Jahr. Ihren eigenen Sound in drei Worten zu fassen, fällt der Band nicht leicht – irgendwo zwischen unbeschreibbar und Alternative Rock bewegt sich das Projekt. Genau diese Offenheit prägt auch ihre Musik: suchend, roh und nicht auf eine klare Formel festgelegt.
Mit Blick auf die Dresdner Kulturszene beschreibt die Band einen guten Zusammenhalt untereinander, gleichzeitig aber große strukturelle Schwierigkeiten. Förderungen seien schwer zugänglich, Dresden habe weiterhin einen starken Fokus auf klassische Musik, während andere Genres oft weniger Beachtung finden. Auch Proberäume fehlen. Einzelne private Unterstützer:innen – wie etwa Nestler – tragen die Szene maßgeblich mit. Sollte dieses Engagement wegfallen, sähe es für viele Projekte düster aus.
Genreübergreifend zeigt sich Lucky Tuesday offen, insbesondere eine Annäherung an Punk können sie sich gut vorstellen. Eine Band, mit der sie gern einmal eine Bühne teilen würden, sind The Melmacs.
Ihr Ziel ist klar: endlich Musik veröffentlichen und den nächsten Schritt gehen.
Acts aus Dresden, die man aus ihrer Sicht im Blick haben sollte, sind Paragraph Elf, Eggplant Emergency, Alvi Altbier, Nierenstein – und auch hier fällt erneut der Name Dosenstolz.
Wichtige Orte und Festivals für Lucky Tuesday sind das Lonesome Lake Festival, das KulturKollektiv Dresden, die Halle e. V. sowie die Kulturwerkstatt MS16.
Ihr Wunsch an die Dresdner Musik- und Kulturszene: mehr Außenwirkung und Strahlkraft für die Subkultur. In Dresden gebe es unglaublich viele gute Projekte – sie müssten nur sichtbarer werden.