Man kennt sich lange: Seit über 20 Jahren sind sie befreundet, die Band selbst gibt es seit elf Jahren. CIFY ist kein Schnellschuss, sondern ein Projekt, das über Zeit gewachsen ist – mit Haltung, Reibung und ordentlich Druck.
Ihren Sound beschreiben sie ohne Umwege: dreckig, laut, tief und schief. Irgendwo zwischen Rock, Post-Metal, Sludge und Stoner verorten sie sich selbst – roh, schwer und bewusst unbequem.
Der Blick auf die Dresdner Kulturszene fällt eher nüchtern aus. Im Vergleich zu früher wirke vieles mau, vor allem im Punkrock-Bereich. Zwar gibt es noch wichtige Orte wie Chemiefabrik oder Ostpol, doch Clubs wie U-Boot (später Sabotage) sind Geschichte. Punkrock ist spürbar weniger geworden.
Bei Wunsch-Performances denken sie dagegen gern größer: orchestrale Projekte (ja, auch mit der Dresdner Philharmonie ;), aber ebenso Traum-Collabs etwa mit RotoR oder Coilguns stehen auf ihrer Liste.
Auch ihre eigene Projektagenda ist gut gefüllt: Aufnahmen mit Saxofon, ein bewusst reduziertes Unplugged-Set – akustisch, roh, anders.
Acts, die man ihrer Meinung nach unbedingt auf dem Schirm haben sollte:
Joca, Neustädter Harz, ÄTNA, Ups!ze, Plotz, Fabulous Shit und Jo Aldinger.
Joca, Neustädter Harz, ÄTNA, Ups!ze, Plotz, Fabulous Shit und Jo Aldinger.
Wichtige Kollektive und Strukturen sind für sie unter anderem elbsludgebooking, der Freundeskreis Freies Musizieren, Kukulida und die Super Jetski Entertainment Show.
Ihr Wunsch an die Dresdner Musik- und Kulturszene: leichter zugängliche Fördertöpfe, eine Mindestgage für Bands. Und trotz aller Kritik sehen sie auch Positives – viele neue Kollektive, viele junge, motivierte Bands mit richtig Bock.