Dinkx gibt es in der aktuellen Besetzung seit 2022 – ihr eigener Begriff dafür: Murkx-Punk. Ein Sound, der sich nicht festnageln lässt, sondern sich bewusst zwischen Ecken und Kanten bewegt. Drei Worte, die ihn ganz gut beschreiben: murkx, bunt, stabil.
Die Geschichte der Band reicht allerdings deutlich weiter zurück. 2012, fünfte Klasse, erstes gemeinsames Projekt – damals noch mit einer ganz anderen Instrumentierung zwischen Bass, Klavier, Gesang und Schlagzeug. Seitdem hat sich vieles verschoben, neu sortiert und weiterentwickelt. Heute steht Anna am Mic und gibt mit ihren Texten die Richtung vor.
Denn bei Dinkx beginnt Musik meist nicht mit einem Riff, sondern mit einem Gedanken. Die Texte entstehen zuerst, aktuell vor allem aus Annas Perspektive, und die Musik wächst danach organisch darum herum. Der Weg zum fertigen Song ist dabei alles andere als linear: eher ein offener Prozess, in dem Ideen ständig verändert, verworfen und neu gedacht werden. Während ein Song noch in der Schleife hängt, entstehen oft schon die nächsten. Fertig ist ein Track erst dann, wenn er sich richtig anfühlt – nicht, wenn er perfekt ist.
Auch bei den Aufnahmen bleibt dieses Prinzip spürbar. Selbst im Studio wird weitergeschraubt, umgebaut, ausprobiert. Ein Ansatz, der nicht auf Kontrolle, sondern auf Entwicklung setzt – und genau darin seine Stärke findet.
Inhaltlich bewegen sich Dinkx zwischen gesellschaftskritischen Themen, persönlichen Erfahrungen und feministischen Perspektiven. Klare Haltung gehört dazu, ebenso wie der Blick auf das, was gerade passiert – politisch wie privat. Oder, in ihren Worten: stabil.
Musikalisch speisen sich Dinkx aus vielen Richtungen. Früher Einflüsse aus dem klassischen Deutschpunk wie Die Toten Hosen, heute ein offener Mix aus Punk, Nu Metal, Rap und allem, was dazwischen liegt. Diese Vielfalt hört man – und sie bleibt in Bewegung.
Live bekommt das Ganze noch einmal eine andere Dynamik. Die Songs werden schneller, direkter und verlieren bewusst an Glätte. Effekte treten in den Hintergrund, feste Harmonien werden aufgebrochen. Stattdessen entstehen Momente, die nicht planbar sind – spontane Änderungen, auf die sich auch das Publikum einlassen muss.
Der Weg nach Dresden kam ursprünglich aus Jena. Was anfangs eher einschüchternd wirkte, hat sich inzwischen zu einem wichtigen Teil ihrer Entwicklung entwickelt. Die Szene wird heute als offen, vielfältig und unterstützend wahrgenommen – mit vielen Orten, Möglichkeiten und einer starken Community.
Und diese Community hat einiges zu bieten. Acts wie Lorge, Amptray, SixGoodYears, Schmutz, Maskara Blue, Dosenstolz, Valy and the Vodkas oder Die Fingernägel gehören für Dinkx definitiv dazu – auch wenn die Liste eigentlich noch deutlich länger sein könnte.
Entstanden sind viele Songs an ganz unterschiedlichen Orten: in der DVB, in Hinterhöfen oder im Tusculum, das lange als Proberaum diente. Viel Zeit, viel Bewegung, oft mit dem Bollerwagen unterwegs – und genau dort haben viele Ideen ihren Anfang genommen.
Der Blick nach vorne ist klar: Neue Aufnahmen sind für nächstes Jahr geplant, und noch in diesem Jahr soll neuer Merch erscheinen.
⚡ Schnellfragerunde
Bühne statt Studio
Nachts kreativ
Deutsch & Englisch
Lieblingsorte: Tomaten-WG & Schauburg
Kopfhörer statt Lautsprecher
Nach dem Gig: noch ein Getränk und die anderen Bands anschauen

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