Another Friend of Mine begann ursprünglich als Soloprojekt, das seinen ersten Impuls auf dem Rotor Festival fand. Ab 2019 – während der Pandemie – entwickelte sich daraus Schritt für Schritt eine Bandformation, die heute flexibel zwischen zwei und fünf Mitgliedern variiert. Aus einer einzelnen Idee entstand über die Jahre ein gemeinsames musikalisches Projekt.
Die Band beschreibt ihren Sound als melancholisch, melodisch und nachdenklich. Musikalisch bewegen sie sich im Bereich des Indie-Pop – getragen von emotionaler Atmosphäre und einem klaren Gespür für Stimmungen.
In ihrem Blick auf die Dresdner Kulturszene betonen sie, dass die Auftrittsmöglichkeiten seit der Corona-Pandemie schwieriger geworden sind. Besonders gestiegene Saalmieten und der Wegfall früherer niederschwelliger Bühnen erschweren kleine Shows. Gleichzeitig hat sich die Proberaumsituation etwas entspannt. Was ihnen fehlt, sind Plattformen für Austausch und Vernetzung – Formate, wie sie früher etwa im Rahmen der BRN mit ihren zahlreichen Hinterhofbühnen existierten.
Für genreübergreifende Kooperationen nennen Another Friend of Mine Künstler wie Nils Frahm, Max Richter oder Jimmy Eat World – eine Mischung aus elektronischer, klassischer und gitarrengetragener Musik.
Zu den Projekten, die sie langfristig umsetzen möchten, gehören ein Musikvideo, eine Vinylpressung sowie ein Cover in ihrem eigenen Stil. Als Dresdner Acts, die man im Blick behalten sollte, nennen sie Sojus 1, Adrian Artmann, Mayja, Isolate und No King No Crone.
Wichtige Orte und Kollektive für die Band sind das Sound of Bronkow Festival, der Riesa e. V., die Hole of Fame sowie der Ostpol.
Ihr Wunsch an die Dresdner Szene ist klar: mehr Räume und Möglichkeiten für kleine Bands, niedrigere Hürden für Auftritte, mehr Straßenfeste und stärkere Förderung für junge Acts.