Bei einem Spaziergang durch die Dresdner Neustadt – Tancreds Hood – erzählt er mir, wie alles bei ihm anfing. Mit 13 stand er mit seinem Cousin draußen und fing an zu freestylen. Einfach so, ohne Plan, aus dem Moment heraus. Mit 17 folgte dann der erste offizielle Track, aufgenommen beim SPIKE Dresden e.V. – der Schritt vom Ausprobieren zum eigenen Release.
Richtig los ging es für ihn im Winter 2023/24. Nach einer persönlichen Downphase wurde Musik für Tancred Rückhalt. Er fing an, intensiver aufzunehmen, sich auszuprobieren, seinem Sound nachzugehen. Heute beschreibt er ihn in drei Worten: rebellisch, energiegeladen, detailverliebt. Ein Mix aus 90er-Vibes, klarer Haltung und ehrlichem Ausdruck.
Dresden bedeutet für ihn eine Stadt voller kreativer Menschen und Möglichkeiten – getragen von der Motivation der Leute, die Projekte aufbauen und Räume schaffen. Club 11 und die Scheune sind für ihn dabei zwei wichtige Beispiele.
Sein Traumprojekt? Ein Musikvideo wie eine riesige Demo – mit ganz vielen Neustadt-Artists, Beats und Stimmen, die gemeinsam Haltung zeigen. Politisch. Laut. Gemeinsam.
Tancred macht Rap, der nicht nur erzählt, sondern Bilder im Kopf malt – nah an seiner Stadt, an seiner Szene, an seinem Leben.