Ich treffe die Gruppe Kohlenstoff am Fuß der Martin-Luther-Kirche, auf der Wiese. Die Band ist entspannt, der Bunte Sommer Neustadt läuft, gleich steht ihr Konzert an.
Entstanden ist das Projekt im Oktober 2023 – übers Internet zusammengefunden, schnell gemerkt: Es passt.
Wie sie ihren Sound beschreiben würden? Undefiniert. Mutig. Unangepasst. Oder direkter gesagt: Schmutz, Punk, Funk. Ein wilder Mix, roh und druckvoll.
Die Dresdner Szene erleben sie als lebendig, aber auch mit klaren Problemen: Proberäume sind knapp und teuer, und für neue Bands ist es nicht leicht, an Auftrittsmöglichkeiten zu kommen. Vieles hängt von Eigeninitiative ab – und auch finanziell ist der Einstieg in eine Band eine Herausforderung. Trotzdem: Die Leute haben Bock, die Energie ist da, und kleine Läden bieten immer wieder Bühnen.
Ihr Blick in die Zukunft? Mehr Songs aufnehmen, ein Musikvideo umsetzen – und weiter die Bühnen der Stadt bespielen.
Auf die Frage, mit wem sie gern mal gemeinsam auftreten würden, nennen sie überraschend: Faber oder Element of Crime. Genreübergreifende Begegnungen, die sie spannend fänden.
Gruppe Kohlenstoff – frisch, laut, unangepasst. Eine Band, die gerade erst loslegt, aber schon jetzt einen klaren Abdruck in der Dresdner Szene hinterlässt.

You may also like

Back to Top