Seit 2021 machen Traum Waers gemeinsam Musik. Ihren Sound beschreiben sie in drei Worten: vielfältig, selfmade und mitreißend.
Im Gespräch wird schnell deutlich, dass Musik für die Gruppe weit mehr ist als nur ein kreatives Projekt. Sie ist Ausdruck, Ventil und manchmal auch eine Art Therapie. Gedanken und Gefühle, die sonst vielleicht unausgesprochen bleiben würden, finden ihren Weg in Songs. Viele Ideen entstehen dabei ganz natürlich in gemeinsamen Sessions – aus spontanen Momenten, gegenseitiger Inspiration und dem Spaß daran, gemeinsam etwas Neues zu erschaffen.
Ein roter Faden zieht sich durch viele ihrer Songs: Herzschmerz, Emotionen und eine verträumte Atmosphäre. Dabei geht es ihnen weniger um eine konkrete Botschaft, sondern vielmehr darum, ein Gefühl einzufangen.
Auch die Zusammenarbeit innerhalb der Band funktioniert bewusst ohne feste Rollen. Alle bringen sich in den kreativen Prozess ein und entwickeln die Songs gemeinsam weiter. Das Mastering übernehmen meist zwei Mitglieder der Band.
Mit Blick auf die Dresdner Musikszene wünschen sich Traum Waers vor allem mehr Orte und Formate für Underground-Artists. Unreleased-Konzerte oder Plattformen für neue Musik könnten ihrer Meinung nach dabei helfen, jungen Projekten mehr Sichtbarkeit zu geben.
Seit ihrem Umzug nach Dresden im Jahr 2018 und dem gemeinsamen Musikmachen seit der Corona-Zeit beobachten sie eine Szene, die stetig wächst und immer experimenteller wird – besonders im Rap. Gleichzeitig finden sie es schade, dass viele Musiker Dresden verlassen, um ihren Weg in Städten wie Berlin oder Leipzig fortzusetzen.
Eine Frage, die ihnen viel zu selten gestellt wird?
„Wie geht's dir?“
Und was würden sie ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
„Nicht so selbstkritisch sein.“
Worauf man sich als Nächstes freuen darf?

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