An der Groovestation in der Dresdner Neustadt erzählt mir La Rey von ihrem Weg in die Musik – und davon, wie dieser Ort eine besondere Rolle spielte. 2017 stand sie hier bei einem Freestyle-Event das erste Mal auf der Bühne. Ab 2020 folgten die ersten professionellen Auftritte, und mit dem Support-Gig für Waving The Guns im Scheunegarten 2021 war der Schritt ins Rampenlicht getan.
Auf die Frage, wie sie ihren Sound beschreiben würde, muss sie nicht lange überlegen: Empowerment, optimistisch, vielfältig. Genauso klar fällt auch ihr Blick auf Dresden aus: Die Szene habe Potenzial, sagt sie, aber vieles hänge am eigenen Engagement und guten Netzwerken. Umso wichtiger seien Strukturen wie Oh My Music, die Newcomer:innen unterstützen.
Als ich sie frage, mit welchen Artists aus einem ganz anderen Genre sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte, kommen Namen, die überraschen: Mumford & Sons, Paula Hartmann und sogar AC/DC. Genau diese Kontraste reizen sie – weil sie neue Energie freisetzen. Auch darüber hinaus hat sie konkrete Pläne: ein Freestyle-Projekt mit Liveband, eine gemeinsame Platte mit Banda Comunale.
Und auch ihre Sicht auf die Szene bleibt nicht bei ihr selbst stehen: Mit Acts wie Para, Tancred, Wannanelly, Adrian Artmann, Ju von Dölzschen, KeemiKaze, Fuchur und Kreis 01 zeigt sie, wie vielfältig Dresden klingen kann.
Noch in diesem Jahr erscheint ihre EP – und man merkt, dass La Rey längst nicht am Ziel ist, sondern mittendrin in einer Entwicklung, die noch viel vorhat.