Seit etwa anderthalb Jahren produziert friida professionell Musik. Ihren Sound beschreibt sie in drei Worten: ausdrucksvoll, authentisch und experimentell.
Musik ist für sie vor allem ein Gefühlsausdruck – ein Weg, Dinge zu verarbeiten, die gerade passieren. Meistens entstehen zuerst Textideen, daraus entwickelt sich eine Melodie und schließlich der passende Beat. Die Songs selbst entstehen oft überraschend schnell, während Mix und Mastering deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Wann ein Song fertig ist? Die Antwort kommt ohne langes Nachdenken:
„Wenn ich ihn am liebsten löschen möchte oder taub vom Hören bin.“
Inhaltlich beschäftigen sie vor allem Themen wie Familie, Selbstfindung und soziale Normen. Immer wieder geht es um die Frage, wer man eigentlich sein soll – besonders in Zeiten von Instagram und ständiger Selbstinszenierung.
Musikalisch sieht sie sich dabei weniger von einzelnen Artists geprägt. Vieles entsteht aus einem Zusammenspiel verschiedener Einflüsse – und aus ihr selbst heraus.
Auch Dresden spielt für sie eine wichtige Rolle. Sie findet zunehmend ihren Platz in der lokalen Musikszene und schätzt besonders das Freiheitsgefühl in der Neustadt. Ein Kollektiv, das man ihrer Meinung nach unbedingt kennen sollte, ist EchoSports.
Kreative Ideen entstehen oft spontan – zu Hause, beim Spazierengehen, in der Bahn oder sogar unter der Dusche. Letzteres sei allerdings eher unpraktisch. Viele Songs entstehen direkt aus Situationen und Emotionen heraus.
Darüber hinaus arbeitet friida an weiterer Musik. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass noch mehr Menschen Musik für sich entdecken – als Möglichkeit, Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. Denn ihrer Meinung nach gibt es eigentlich für jede Emotion die passende Musik. Und mit einem kleinen Augenzwinkern hofft sie natürlich auch, dass nicht irgendwann alles komplett von Maschinen übernommen wird.

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