Tini Bot sammelte ihre ersten Bühnenerfahrungen mit 15 Jahren in einer FLINTA*-Punkband. Schon früh kam sie mit Musik in Berührung: Als Kind spielte sie Klavier und Gitarre, mit zwölf Jahren begann sie zu schreiben. Geprägt wurde sie dabei auch durch ihre familiäre Nähe zu Kirchenmusik – ihre Großmutter war Organistin –, wodurch sie früh eine Begeisterung für Chöre und aerophone Klangwelten entwickelte.
Neben klassischen Instrumenten interessieren sie bis heute vor allem ungewöhnliche Klangquellen und experimentelle Sounds, etwa Trautonium, Glasharfen, Theremins, modulare Synthesizer oder natürliche Instrumente wie Meeresorgeln und ortsspezifische Klanginstallationen.
In drei Worten beschreibt Tini Bot ihren Sound als ehrlich, politisch und radikal liebevoll.
Solo ist sie im Singer-Songwriter-Bereich verortet, mit Band öffnet sich ihre Musik in Richtung Pop, Rock, Punk und Indie.
Solo ist sie im Singer-Songwriter-Bereich verortet, mit Band öffnet sich ihre Musik in Richtung Pop, Rock, Punk und Indie.
Im Blick auf die Dresdner Kulturszene betont sie den Bedarf an stärkerer finanzieller und bürokratischer Unterstützung für Kunst und Kultur. Vieles werde lokal aus Eigeninitiative getragen, während Förderstrukturen oft schwer zugänglich seien. Gleichzeitig erlebt sie die Szene als grundsätzlich wertschätzend und solidarisch, auch wenn Netzwerke häufig in voneinander getrennten Blasen existieren. Um diese Grenzen aufzubrechen, hat sie selbst Kollektive mitbegründet. Besonders prägend waren für sie Sessions und Auftritte in der Neustadt, wo Austausch und Zusammenarbeit gut funktionieren.
Genreübergreifend kann sich Tini Bot Kooperationen mit Orchestern, Chören oder Ensembles wie der Banda Comunale vorstellen. Auch Einflüsse und Wunschbezüge aus Pop, Rock und alternativer Musik prägen ihre musikalische Vorstellung.
Ein zentrales Projekt ihrer Arbeit sind Auftritte in sozialen Kontexten. Neben klassischen Konzerten spielt sie regelmäßig bei Demonstrationen sowie für soziale Träger und Gewerkschaften. Besonders prägend waren Konzerte in der JVA Zeithain, die sie als bereichernde Erfahrungen für alle Beteiligten beschreibt.
Als Dresdner Acts, die man im Blick behalten sollte, nennt sie unter anderem Fortuna Kevin, Shannon Soundquist, Wannanelly, The Melmacs, Dry Skin, Riley & Voltz, Andi Valandi, Adrian Artmann sowie den Kneipenchor. Wichtige Orte und Strukturen für sie sind das Blechschloss, die Chemiefabrik, das Stadtteilhaus, das Blue Note, der Ostpol sowie Plattenläden wie Grooveamt Records.
Ihr Wunsch an die Dresdner Musik- und Kulturszene: offenere Strukturen, mehr Unterstützung für Newcomer, stärkere genreübergreifende Zusammenarbeit und ein klareres politisches Engagement.
Ihr aktuelles Live-Album „Nachtigallsturm“ ist veröffentlicht.