Im Gespräch mit shadowghost wird schnell deutlich, dass Emotionen im Mittelpunkt seiner Musik stehen. Dabei möchte er seinen Hörer nicht vorgeben, was sie beim Hören empfinden sollen. Seine Songs lassen bewusst Raum für unterschiedliche Interpretationen. Man kann Traurigkeit spüren und gleichzeitig Freude darin entdecken – oder eben genau andersherum.
Auch Sarkasmus spielt in seiner Musik eine wichtige Rolle. Nicht jede Zeile muss dabei wörtlich genommen werden. Was am Ende wahr ist, was überspitzt und was einfach Teil der Kunst ist, dürfen die Hörer selbst entscheiden.
Neue Songs beginnen bei shadowghost meistens mit einem Beat. Erst danach entstehen die Vocals und entwickeln sich Stück für Stück weiter. Zwischen Beat und Text fällt seine Entscheidung deshalb auch eindeutig aus: Beat. Ein Song, der ihn als Künstler besonders gut repräsentiert, ist für ihn „w.h.i.l.N.n.g.“.
Eine wichtige Erkenntnis auf seinem bisherigen Weg: Man kann sich zu nichts zwingen. Gerade beim Musikmachen funktioniert Kreativität für ihn nur dann, wenn sie ehrlich entsteht. Lieber ausprobieren, entstehen lassen und dem eigenen Gefühl folgen, als etwas auf Krampf produzieren zu wollen.
Auch Dresden spielt auf seinem Weg eine wichtige Rolle. Hier wurde die Musik für shadowghost intensiver und hier hat er sich als Künstler etabliert. Die lokale Rap-Szene erlebt er dabei als überraschend groß. Seiner Meinung nach gibt es in Dresden deutlich mehr Künstler, als viele überhaupt auf dem Schirm haben.
Mit seiner Musik möchte shadowghost vor allem Gefühle auslösen. Erfolg misst er dabei nicht ausschließlich an Zahlen, Streams oder Reichweite. Für ihn bedeutet Erfolg vor allem Glück – für sich selbst und die Menschen in seinem Umfeld sowie ein Leben ohne Existenzängste.
Auf die Frage, welche Frage ihm viel zu selten gestellt wird, fällt seine Antwort überraschend einfach und persönlich aus: „Wie geht es dir?“

Schnellfragerunde:
Studio oder Bühne? Studio.
Beat oder Text? Beat.
Nacht oder Tag? Tag.
Kopfhörer oder Lautsprecher? Kopfhörer.
Freestyle oder alles geplant? Freestyle.
Clubshow oder Festival? Clubshow.

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