Musik begleitet Annaverse schon, seit sie denken kann. Gemeinsam mit ihren Schwestern sang sie früh mehrstimmig, bevor sie mit 16 Jahren begann, ihre ersten eigenen Songs zu schreiben.
Ihren Sound beschreibt sie in drei Worten: authentisch, melancholisch und befreiend.
Der Start ihres Solo-Projekts fiel in die Corona-Pandemie. Aus ersten Ideen entwickelte sich nach und nach ein eigener Sound. Heute produziert, mixt und mastert Annaverse ihre Musik selbst – ein echter DIY-Ansatz, der sie immer wieder fordert, ihr aber gleichzeitig viel kreative Freiheit gibt.
Im Gespräch wird schnell deutlich, dass ihre Songs vor allem aus eigenen Gefühlen und Erlebnissen entstehen. Manchmal sind es aber auch fiktive Geschichten oder einzelne Zeilen, die den Anstoß für einen neuen Song geben. Einen einzelnen Titel, der sie aktuell am besten beschreibt, gibt es für sie nicht – vielmehr steckt in jedem ihrer Songs ein Stück ihrer Persönlichkeit.
Wann ist ein Song fertig? Wenn sich beim Spielen nichts mehr falsch anfühlt. Deshalb dürfen ihre Stücke auch ungewöhnlich kurz sein, wenn sie bereits alles sagen, was sie ausdrücken möchte.
Live-Auftritte erlebt Annaverse als besonders intensiv. Sie bringen Nervosität mit sich, aber auch die Möglichkeit, ihre Musik mit anderen Menschen zu teilen. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr erster Auftritt vor unerwartet vielen Zuschauer.
Auch Dresden findet immer wieder seinen Weg in ihre Musik. Orte wie der Große Garten oder der Nachhauseweg tauchen in ihren Songs auf und spiegeln ihre Verbundenheit mit der Stadt wider. Die Dresdner Musikszene erlebt sie als gut vernetztes Umfeld, fühlt sich selbst darin aber eher am Rand.
Acts aus Dresden, die man ihrer Meinung nach unbedingt kennen sollte, sind Sicklebird, Kobayashi Maru und Colordrive.
Aktuell arbeitet Annaverse an neuer Musik. Gleichzeitig beschäftigt sie die Frage, wie sich das KI-Zeitalter auf das Musikmachen und kreatives Arbeiten auswirken wird.
Schnellfragerunde
Bühne oder Studio? Studio.
Vinyl oder Streaming? Streaming.
Text oder Melodie? Melodie zuerst.
Kaffee oder Tee? Tee.
Gitarre oder Klavier? Gitarre.
Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Sonnenuntergang.
Chaos oder Struktur? Chaos.

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